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Nichts funktioniert so gut wie ein Kabel.

Der Zeitpunkt kommt gewiss und sie ärgern sich über herumliegende Kabel. Staubsaugende Hausfrauen verlieren dann schon einmal die Geduld, wenn sich die Staubsaugerdüse im Kabelgewirr verfängt. Ungewollte Krafteinsätze führen zum Desaster und die sensible Technik von Radios, Fernsehern, Lautsprechern und Rechnern versagt aufgrund herausgerissener Kabel.

Die zündene Idee: Wir machen auf wireless.

Alles drahtlos per Funk. Rechner verbinden wir mit der Bluetooth Technologie, Videofunkstrecken verbinden Schüssel-Receiver und Fernseher. Alles ganz einfach - verspricht die Werbung. Doch niemand redet über Sicherheitsprobleme, die vom Laien nicht immer in den Griff zu bekommen sind. Niemand redet darüber, das dicke Wände Unzuverlässigkeiten hervorrufen und das es im eigenen Haus Funklöcher geben kann. Tja - das soll es geben und genau die Tatsache der Unzuverlässigkeit unter gewissen Bedingungen treibt den Anwender zu Weißglut. Da läßt man den Profi kommen, der für viel Geld feststellt, das alles funktioniert. Doch die Gesetzte nach Murphy sind allmächtig. Kaum ist der Profi weg, geht nichts mehr.

Wir kommen zu dem Schluss: Nichts funktioniert so gut wie ein Kabel.

Das ist eine alte Funkerweisheit. Wenn man sein Haus, Wohnung oder das Büro umbaut, rekonstruiert, malert oder was auch immer, hat man die Gelegenheit: Entgegen dem Trend "wireless" - also drahtlos - Kabel vorzusehen oder Leerrohre einziehen. Auch wenn man überhaupt noch nicht weiß wozu. Hier zwei Beispiele:

Rechner- und Versorgungskabel: Die hat man reichlich. Viele verschwinden ungesehen hinter dem Tisch, jedoch bleiben Telefon bzw. ISDN, DSL oder Netzwerk Kabel inkl. Stromversorgung für den Rechner für die staubsaugende Hausfrau erreichbar. Meist ist der Standort für die Gerätschaften vorher bekannt, verrückt wird selten. Daher lohnt sich das feste Verlegen der Kabel in fast jedem Fall.

Wird der Fußboden erneuert, sollte man Versorgungspunkte einrichten. (Kabelschächte bzw. Leerrohre). Steht der Fernseher frei im Wohnzimmer, benötigt man mindestens Strom- und Antennenkabel. Für den Schreibtisch im Büro gilt ähnliches. Kabel aus dem Fußboden versorgen den gesamten Schreibtisch - Telefon, Rechner, Lampe, ggf. Fernsehkabel, USB und LAN. Falls Verlegeplatten über alte Dielen gelegt werden, lassen sich hier mit der Oberfräse Nuten einfräsen, die die Kabel aufnehmen. Kabel rein und Teppich darüber legen. Eine unzulässige Erwärmung der stromversorgenden Kabel ist aufgrund der geringen Belastung durch Rechner oder Fernseher nicht zu befürchten.

Lautsprecherkabel: Wer eine Heimkinoanlage plant, hat 4 kleine Lautsprecher in den Ecken. Die Kabel in die Wand einlassen und an einer günstigen, möglichst unsichtbaren Stelle herausführen. Am Verstärker auf gleiche Länge schneiden. Das ist natürlich nur vor dem Tapezieren empfehlenswert.

Autor: Roland Siemon

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