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Feuchte Mauern, Schimmel & Taupunkt

Muffig riechende Keller und Schimmel an den Wänden müssen nicht unbedingt durch aufsteigende Feuchte oder Baumängel hervorgerufen werden. Kellermauern aus WU-Beton, Wäschetrockner im Keller und geöffnete Kellerfenster im Hochsommer sind Garant für Regen im Keller. Diese Feuchte steigt in die Mauern der ersten Etage und kann durch die Wärmedämmung nicht optimal abtrocknen. Schimmel bildet sich - erst unsichtbar, dann durchdringend. Ein Horrorszenario für die Hausbewohner. Die Ursache liegt bei den Bewohnern selbst: falsches Lüften.

Nehmen wir ein Beispiel: In einem Keller ist es ganzjährig relativ kühl. Die Lufttemperatur in einer Höhe von 1,5 m schwankt - abzulesen an einem Thermometer. Die Temperatur am Boden jedoch beträgt fast konstant 17°C Sommer wie Winter. Die Luftfeuchte, gemessen mit einem Hygrometer - beträgt im Winter 40%, im Sommer steigt sie bis auf 98%. Es riecht muffig.

Die normale Reaktion: Wir müssen hier mal lüften.

Prinzipiell ist der Gedanke richtig. Wenn die Luftfeuchte jedoch diesen Wert bereits erreicht hat, können die Wände auch kein Wasserdampf mehr aufnehmen (der WU-Beton im Keller erst recht nicht) - das Kind ist sozusagen in den Brunnen gefallen. Es sind im Vorfeld Fehler gemacht worden, sicherlich sind an sehr warmen Tagen die Fenster geöffnet gewesen. Der Keller ist nun klatsch naß. Zieht die Feuchte bis in die erste Etage, brauchen die Außenwände mehrere Monate zum Austrocknen. Kommt dann auch noch der Winter dazwischen, steigen die Heizkosten enorm.

Die Lösung: Trockenheizen oder richtig lüften.

Mit der folgenden Tabelle kann ermittelt werden, wann die Wände abtrocknen und wann nicht. Ist die Temperatur an der kälteste Stelle im Raum höher als der Taupunkt, kann sich kein Kondenswasser mehr bilden, die Wände trockenen ab.

Wann kann gelüftet werden?

Lufttemperatur (außen ) °C
Temperatur an Wand oder Boden
( kältester Punkt im Raum )
°C
relative Luftfeuchte (außen ) %

Taupunkt beträgt °C
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