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Fußbodenheizung - Durchheizen oder Absenken? Welche Methode ist die Richtige?Zur Einsparung von Brennstoffkosten stellt sich immer die Frage, wie soll die Heizung betrieben werden - wenn man nicht da ist oder in welchem Modus soll die Heizung im Nachtbetrieb laufen. Diese Frage soll anhand eines Beispiels für eine Fußbodenheizung erläutert werden. Im Gegensatz zu normalen Heizkörpern an der Wand hat die Fußbodenheizung aufgrund der Masse eine hohe Wärmekapazität. Das gilt für die Abkühlphase als auch für den Aufheizprozeß. Anhand von Meßwerten eines mehrtägigen Experimentes konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Heizungsbauer werden diese Erkenntnisse als "kalten Kaffee von gestern" bezeichen, jedoch hängen diese ganz konkret vom beheizten Haus ab. Allgemeine Aussagen sind nicht immer zutreffend und können zur massiven Energieverschwendung führen. Daher ist eine Nachprüfung und Ermittlung der Heizeinstellungen durch experimentelle Ermittlungen durchaus sinnvoll. Das Beispiel gilt für folgendes Haus. Einfamilienhaus Baujahr 1936, beheizte Grundfläche 1 Etage 85 m², Kellerdecke gedämmt, ohne Außendämmung, trockene und schimmelfreie Wände. Die Durchflußmenge wurde am Heizkreisverteiler abgelesen. Die Außentemperatur betrug 2°C, stabil über mehrere Tage. Anhand des Diagrammes läßt sich der abgegebene Energiebedarf ablesen. Der grüne Bereich kennzeichnet die Grundlast (eingeschwungener Zustand), um eine angenehme Raumtemperatur von 22°C zu erhalten. Der blaue Bereich kennzeichnet den Energieaufwand, um die Raumtemperatur nach einer Nachtabschaltung zu erreichen, der rote Bereich kennzeichnet den nächtlichen Energieaufwand (obwohl die Beheizung sinnlos wäre, da ja nachts alle schlafen), um die Raumtemperatur zu halten. Mathematisch aus dieser Kurve berechnet wurde ein Energieaufwand für die Aufheizphase (blau) von 35 kWh, für den nächtlichen Aufwand (rot) ergeben sich 22 kWh. Für das gleiche Wärme-Ergebnis erhält man eine Energieeinsparung von 38%. Die ganze Sache hat jedoch einen Haken. Für das gezeigte Beispiel sank die Raumtemperatur bei nächlicher Abschaltung von 22°C auf 19°C ab. Hierfür geht sie Rechnung auf. Bei höheren Außentemperaturen ab ca 6°C sinkt die Raumtemeratur lediglich von 22°C auf 20°C. Der Energieaufwand für das morgentliche Aufheizen ist beträchtlich geringer, der Aufwand für das Halten der Temperatur nachts wird überschattet durch die Bereitstellungsenergie der Heizung für die Heizkreise und die Wärmeverluste über die Rohre. In diesem Fall dreht sich der Effekt um, ein nächtlicher Abschaltbetrieb ist sinnvoller. Haben Sie auch Erfahrungen gesammelt, die Sie mitteilen möchten? >> Schreiben Sie uns oder senden Sie einen Beitrag über unser Formular. Die Redaktion |
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