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Welche Heizung ist die Richtige?
Öl- & Gaskessel, Holzvergaser, Erdwärme oder Blockheizkraftwerke
Muß der alte Heizungkessel ausgetauscht werden, weil der Kessel durchgerostet ist oder die Energiesparverordnung es vorschreibt, hat man die Qual der Wahl. Soll es eine Wirkungsgrad optimierte Gasheizung, ein Holzkessel für Scheitholz, Pellets oder Hackschnitzel, eine Wärmepumpe, die die Erdwärme nutzt oder ein Blockheizkraftwerk sein?
Gas und Öl
Ölheizungen werden, wenn sie ins Alter gekommen sind, durch Gasheizungen ersetzt. Der Grund: Gas wird per Leitung ins Haus geliefert, eine Bevorratung ist nicht mehr nötig. Dadurch entfallen die Öltanks. In ländlichen oder unzugänglichen Gebieten sieht es anders aus. Öltanks werden nicht mehr mit Mineralöl sondern mit Rapsöl gefüllt und die Heizungen entsprechend angepasst.
Alte Gasheizungen werden durch moderne Brennwerttechnik ersetzt, eine Einsparung von Gas oder Flüssiggas schont den Geldbeutel.
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Holz
Holz ist ein nachwachsener Rohstoff und umweltneutral. Wer den Wald vor der Tür hat, kann sich das Holz mit Genehmigung des Försters selbst holen. Das erspart das Fittnesstudio bis in hohe Alter. Wer das Holz lieber kaufen möchte, kauft es als Scheitholz oder Pellets. Doch wie wird es nun effizient verbrannt? Mit einem Scheitholzofen oder einem Holzvergaserkessel? Prinzipiell sind die Öfen gut isoliert und geben fast keine Wärme nach außen ab. Sie haben einen integrierten Heizkessel, der von Wasser durchströmt wird. Das aufgeheizte Wasser wird in einen Pufferspeicher gepumpt. Der Pufferspeicher ist mit den Heizkreisen des Hauses gekoppelt. Einen normalen Allesbrenner können sie mit allem bestücken was brennt - vorzugsweise natürlich mit Scheitholz. Der Nachteil: Der Wirkungsgrad ist nicht sonderlich hoch (82%), relativ viel Energie geht bauartbedingt durch den Schornstein verloren. Der Wirkungsgrad beim Holzvergaserkessel ist höher, man benötigt weniger Holz als zum normalen Kessel. Das Holz brennt nicht direkt, es wird vergast. Die Flamme brennt von oben nach unten, das verlängert den Weg zum Schornstein, es fällt weniger Asche an. Der Nachteil: es kann nur Holz mit einer Mindestgröße verbrannt werden. Eine Leistungsregelung des Ofens ist nicht möglich, er brennt immer unter Volllast. Daher auch die Notwendigkeit eines Pufferspeichers. Es muß manuell nachgelegt werden. Eine Sonderform des Holzvergasers ist der Pelletkessel. Pellets sind gepresste Holzspäne. Sie können automatisch zugeführt werden, ein nachlegen entfällt. Das ist sehr komfortabel.
Pellets sind 25% billiger als Gas, jedoch müssen diese per LKW geliefert werden. Die Lieferkosten fressen die Preiseinsparung wieder auf. Mit selbst gesammeltem Holz aus dem Wald und einer tüchtigen Portion Elan zum Holzspalten, hacken und sägen auf Ofenlänge heizt man bis auf die Transportkosten wie Hängermiete und Benzinkosten fast zum Nulltarif.
Heizen mit Erdwärme
Um es vorweg zu nehmen: Geheizt wird nicht mit der Wärme der Erde sondern mit Strom. Erdwärmeheizungen sind Wärmepumpen, die nach dem umgekehrten Prinzip des Kühlschranks arbeiten.
Ein Erdkollektor aus speziellen Rohren wird als Wärmetauscher genutzt. Ein Kühlmittel ( schnell siedende Flüssigkeit ) wird durch den Wärmetauscher gepumpt, wobei es sich erwärmt ( ca. 10 ° C) und in den gasförmigen Zustand übergeht. Ein Verdichter saugt das Kältemittel an und komprimiert es stark. Daduch geht es in den flüssigen Zustand über und wird sehr warm. Diese Wärme wird über die Fußbodenheizung abgegeben. Die Flüssigkeit kühlt ab, steht aber immer noch unter hohem Druck. Über ein Ventil wird die Flüssigkeit enspannt, wobei sie dadurch extrem kalt und gasförmig wird. Durch die Erdwärme wird es wieder erwärmt usw.
Der Stromverbrauch liegt bei einer Wohnfläche von 120 m² bei 3000 kWh. Bezogen auf die Kosten einer Gasheizung betragen die Energiekosten nur 35%. Trotz hoher Anlagenkosten amortisiert sich die Anlage relativ schnell.
Blockheizkraftwerk
Das sind Heizungsanlagen, die auf Basis einer Kraft-Wärmekopplung funktionieren. Ein Verbrennungsmotor - Otto oder Diesel - haben eine mechanischen Wirkungsgrad von ca 40%. Der Rest ist Wärme. Beim Auto wird diese durch den Kühler ungenutzt abgeleitet, beim Haus wird diese Wärme einer Heizungsanlage zugeführt. Ein Blockheizkraftwerk besteht also aus einem Industriediesel, der mit Mineralöl oder Rapsöl betrieben oder einem Ottomotor, der mit Gas oder Bioäthanol versorgt wird. Als Lastelement dient ein Generator, der Strom erzeugt. Dieser wird ins Stromnetz eingespeist und vergütet.
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